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Die Muskulatur – Kraftwerk des Menschen
Gut trainierte Muskeln sorgen für mehr Lebensqualität
Muskeln sind ein wesentlicher Bestandteil des Körpers. Viele spüren unser größtes Organ vor allem, wenn sie Muskelkater haben. Doch Muskeln können wesentlich mehr, als sich nur bei Schmerzen zu melden. Ein gut trainierter Muskelapparat ist wie ein Hochleistungsmotor – er beeinflusst positiv den gesamten Körper, das Immunsystem und sogar die Psyche. Nur, wenn die Muskeln regelmäßig beansprucht bzw. trainiert werden, können sie ihre Funktionen ideal ausüben.
Hamburg, 20. Januar 2010. Unser Körper besitzt insgesamt mehr als 650 Muskeln, die 20 bis 40 Prozent der gesamten Körpermasse ausmachen. Sie bilden einen großen, zusammenhängenden Apparat – mit dem Rückenmuskel als größtem und dem Kaumuskel als stärkstem Glied. Jeder einzelne Muskel besteht aus faserartigen Zellen, die durch das komplexe Zusammenspiel mit dem Nervensystem und unterschiedlichen Eiweißen in der Lage sind, Bewegungen auszuführen. Je trainierter der Muskelapparat dabei ist, desto besser kann er auch komplizierte Bewegungsabläufe durchführen.
Lässt das Training hingegen nach, droht der Muskel zu verkümmern und die Kraftausübung fällt zunehmend schwer: „Generell gesehen wandeln Muskeln chemische Energie in Arbeit um“, erklärt Prof. Dr. Elke Zimmermann, Sportmedizinerin an der Universität Bielefeld. „Jedoch kann nur ein gut trainierter Muskelapparat diese Anforderungen auch noch im hohen Alter erfüllen und dabei den Körper effektiv vor Krankheiten schützen.“
Botenstoffe: Eiweiße mit wertvollen Funktionen Bewegung ist aber längst nicht die einzige Funktion der Muskeln: Nur ein Sechstel aller Fasern eines Muskelnervs übt rein motorische Fähigkeiten aus. Der überwiegende Anteil besteht jedoch aus sensorischen Nervenfasern, die mit allen wichtigen Organsystemen verbunden sind und somit aktiv auch die Psyche und das Immunsystem beeinflussen. Das funktioniert durch unterschiedliche, lokal wirkende Botenstoffe wie z.B. Interleukin-6. Dieses Eiweiß, dessen Konzentration nach drei Stunden Muskelbelastung bereits um das Hundertfache ansteigt, gilt als entzündungshemmend und tut damit dem Immunsystem gut.
Ein weiterer Botenstoff, Interleukin-15, wird vorwiegend beim Krafttraining gebildet und regt den Fettabbau an. Zudem erleichtert es die Aufnahme von Blutzucker in die Muskelfasern und wirkt somit der Zuckerkrankheit entgegen. Außerdem kann ein kontraktierender Muskel die Substanz BDNF ausschütten. Sie regt Nervenzellen zum Wachstum an und wird eigentlich nur vom Gehirn produziert.
Krafttraining impft „Eine durch Krafttraining gestärkte Muskulatur bewirkt nicht nur, dass wir uns gut bewegen können, sondern stellt auch eine Art Impfung gegen zahlreiche Krankheiten und Gebrechen dar“, sagt Prof. Zimmermann. Für eine gut ausgebildete Muskulatur empfiehlt sie zwei Mal pro Woche eine Trainingseinheit von jeweils 30 Minuten. Dabei sollten alle wichtigen Muskelgruppen trainiert werden – dazu gehören die Bein-, Bauch-, Rücken-, Schulter- und Armmuskeln.
Im Rahmen einer Pressekonferenz in Hamburg stellt INJOY das Thema Renaissance des Muskeltrainings und den Kampagnenbotschafter für das Kraftraining, Charles Eugster (90 Jahre) vor. Charles Eugster ist Fitness-Weltmeister und schwört: „Kraftraining hat mein Leben revolutioniert.“ |
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